TeeMS © 2016 by
Peter During
Blutegeltherapie


Bei der Blutegeltherapie kommen medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) zum therapeutischen Einsatz. Die Tiere stammen aus der Biebertaler Blutegelzucht. Die Tiere werden unter ständig wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen gehalten.
Der Biss des Egels ist eigentlich ein Sägen. Drei sternförmig angeordnete Sägeleisten mit jeweils 80 Kalkzähnchen raspeln sich vorsichtig durch die Haut, um zum Blut zu gelangen. Zwischen den Kalkzähnchen sind Öffnungen, durch die die Saliva, der Blutegelspeichel abgegeben wird. Der Biss eines Blutegels wird wie "Brennesselstiche", "Mückenstiche", "ein leichtes Ziehen" oder
"Einstiche von Injektionsnadeln" beschrieben.
Die Zahl der anzusetzenden Blutegel richtet sich nach Alter des Patienten, dessen Allgemeinzustand und dem Krankheitsbild. Die Saugzeit dauert zwischen 30 und 120 Minuten, bis die Blutegel sich von selbst lösen. Der Patient sitzt oder liegt während der Behandlung bequem und entspannt. Nach dem Abfallen der Egel lässt man die Wunde noch einige Zeit nachbluten, um den positiven Effekt eines Aderlasses zu nutzen. Danach wird ein lockerer Verband angelegt. Die Behandlung sollte dann wiederholt werden, wenn die Wirkung nachlässt.

Indikationen:
- Arthrose (Kniegelenksarthrose, Rhizarthrose und weitere)
- Venöse Gefäßerkrankungen: Thrombose, Thrombophlebitis, Krampfaderbeschwerden, Besenreißer
- degenerative Gelenkerkrankungen als Begleittherapie
- Gelenkrheuma (im akuten Schub ist eine Schmerzlinderung möglich), akuter Gichtanfall
- Tennisellenbogen / Golferellenbogen (Epicondylitis)
- Verletzungen: Quetschung, Hämatom, Prellung, Frakturen, nach Operationen
- Schlechte Heilung, Wundheilungsstörungen
- Hauterkrankungen wie z.B. Furunkel, Karbunkel, infizierte Insektenstiche
- Gürtelrose (Herpes zoster )
- Erkrankungen der Lymphknoten
- Ohrenerkrankungen: (Tinnitus, Mittelohrentzündung )
- Bluthochdruck
und viele mehr!

Weitere Informationen zu Blutegeln finden Sie hier: Link

Aufkärungsbogen zum Ausdrucken



Zurück